Welche Methoden ich anwende

In meiner Coachingpraxis wende ich Methoden unterschiedlicher Herkunft an. Grundsätzlich sind sie wissenschaftlich fundiert und praxiserprobt. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Methode zu Ihnen und Ihrem gewünschten Ziel passt. Selten kommt eine Methode isoliert zum Einsatz. Vielmehr ist es häufig ein Ineinandergreifen von Methoden, die zusammen passen. Damit Sie eine bessere Vorstellung bekommen, beschreibe ich Ihnen die Herkunft einiger Methoden, mit denen ich arbeite.

  • Lösungsorientierte Beratung
    Sie geht auf Steve de Shazer und Insoo Kim Berg zurück. Hierbei konzentriert man sich auf die direkte Lösung eines Problems. Statt also rückwärtsgewandt nach der Ursache zu forschen, schaut man nach vorne. Anstelle theoretisch verstehen zu wollen wieso und warum etwas nicht funktioniert, rückt hier die konkrete Handlung in Richtung Ziel in den Mittelpunkt. Das heißt, die Kompetenzen und Ressourcen des Klienten werden genutzt, um neue, alternative Handlungsweisen zu erarbeiten. Es wird also nach den Stärken des Klienten geschaut und nicht nach seinen Defiziten. In der lösungsorientierten Beratung gehen wir von der Überzeugung aus, dass bereits kleinste Veränderungen im Verhalten eines Menschen, weitreichende Veränderungen auf alle übrigen Beteiligten haben.
  • Psychodrama
    Psychodrama geht auf den österreichischen Arzt Jacob Levy Moreno zurück. Seine Idee war, einen handlungsorientierten Kontrapunkt zur Psychoanalyse nach Sigmund Freud zu setzen. Mittlerweile hat es neben der Methode als Therapie seinen Einzug als Anwendung in Coaching und Beratung gehalten. Es wird sowohl in Gruppen- als auch in Einzelsitzungen angewendet. Hierbei wird eine für den Klienten, problematische Szene nachgestellt. In der Gruppe werden andere Teilnehmer als Stellvertreter für bestimmte Personen genutzt, bei einer Einzelsitzung gibt es symbolische Stellvertreter. Das Psychodrama eignet sich hervorragend, um persönliche Konflikte zu veranschaulichen und „greifbar“ zu machen. Der Klient hat hierdurch die Möglichkeit sich von festgefahrenen Verhaltensmustern zu befreien.
  • Provokativer Stil
    Neben der lösungsorientierten Beratung und Hypnose mein „heimlicher“ Favorit. Der provokative Stil geht auf die von Frank Farrelly begründete provokative Therapie zurück. Sie möchte mit humorvollen (wohlwollenden) Provokationen die Selbstverantwortung, das Querdenken und die Widerspruchsmöglichkeit wecken. Das Schöne an dieser Methode ist die Interaktion zwischen meinen Klienten und mir. Das heißt, ich kann Sie durch ungewöhnliche Reaktionen und Äußerungen (im positiven Sinn) so herausfordern, dass Sie über Ihre vielleicht eingefahrenen Reaktionen oder Denkprozesse schmunzeln müssen und Sie Ihnen überhaupt erst bewusst werden. Dann kann sich eine Veränderung einstellen. Wichtig ist dabei natürlich eine vertrauensvolle Beziehung zu meinen Klienten, so dass klar ist, dass die Äußerungen und Reaktionen stets im Coaching-Kontext zu sehen sind. Der provokative Stil ist meiner Erfahrung nach sehr erfrischend und erhellend!
  • Kognitive Beratung
    Sie stammt ursprünglich aus der Verhaltenstherapie (Aaron Beck, Albert Ellis). Mit deren Hilfe kann man erkennen, welchen Einfluss unsere Gedanken und inneren Wertungen auf unsere Gefühle und unser Verhalten haben. Das Ziel ist die Erarbeitung hilfreicher Denk- und Sichtweisen bei emotionalen Belastungen. Auch im Coachingprozess können hindernde Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen sichtbar gemacht und verändert bzw. überwunden werden.
  • Gewaltfreie Kommunikation (GfK)
    Es handelt sich hierbei um ein Konzept von Marshall Rosenberg, der wiederum durch die Gesprächstherapie von Carl Rogers inspiriert wurde. Ziel der gewaltfreien Kommunikation ist die friedliche Konfliktlösung im persönlichen und beruflichen Umfeld. Dies wird dadurch erreicht, dass eine Kooperation zwischen Menschen angestrebt wird. Unabdingbar ist hierfür die Förderung der Empathie der Gesprächspartner, da nur so eine konstruktive Kommunikation möglich ist. Die gewaltfreie Kommunikation ist weniger eine Kommunikationstechnik als ein Bewusstwerden über die Möglichkeiten eines empathischen Kontakts. Das Grundmodell der GfK beruht auf Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte.

    Bei der Lösung eines Konflikts im Coaching, fließen bei mir fast immer Anteile der GfK mit ein.
  • Hypnose
    Da viele Menschen ein diffuses Bild über Hypnose haben, möchte ich diese Methode etwas ausführlicher beschreiben.

    Da hat man dann schnell die Bühnenshows vor Augen, bei denen Menschen sekundenschnell in Trance verfallen und dem Hypnotiseur scheinbar komplett ausgeliefert sind. Dies ist, wie der Name schon sagt, tatsächlich eine Show. Hier werden Menschen durch eine bestimmte Technik blitzartig in Trance versetzt. Dies funktioniert tatsächlich, hat aber in aller Regel nur darstellenden Charakter und verfolgt kein bestimmtes Ziel, außer eben der Show.

    Wird Hypnose im therapeutischen Bereich oder im Coaching eingesetzt, ist damit immer ein Ziel, ein Nutzen für den Klienten, verbunden.

    Was ist aber nun Hypnose und was passiert in einer Trance?

    Durch eine Hypnose helfe ich meinen Klienten dabei einen anderen Bewusstseinszustand anzunehmen. In diesem ist der Klient vollkommen auf sich konzentriert. Das heißt, es findet eine Aufmerksamkeitsfokussierung statt. Dies kann ein entspannter Zustand sein, muss es aber nicht zwangsläufig. In diesem Zustand, der Trance genannt wird, haben meine Klienten die Möglichkeit an ihrem Problem zu arbeiten. Sie können hier selber, also willentlich Einfluss auf die Aktivitäten ihres Gehirns oder ihres Bewusstseins nehmen. Diese Einflussnahme wird durch die eigene Vorstellungskraft, also durch innere Bilder bewirkt und kann zu verschiedenen psychischen oder physischen Zuständen führen. Oftmals ist dieser Vorgang von Emotionen begleitet. Dies ist sehr hilfreich, da durch emotionale Beteiligung Veränderungsprozesse schneller und nachhaltiger in Gang gesetzt werden.

    Neben dem therapeutischen Einsatz zur Behandlung von Ängsten und Phobien ist Hypnose eine überaus hilfreiche Methode beim Coaching. Hier kann ich sie z. B. erfolgreich zur Stressbewältigung, zur Burnout-Prävention, zur Unterstützung in Entscheidungsprozessen oder zur Karriereberatung einsetzen. Darüber hinaus stellt es ein hilfreiches Instrument zur Tiefenentspannung oder zur Konzentrationssteigerung dar. Der Erfolg ist, wie so oft abhängig von der persönlichen Einstellung des Klienten. Sinnvoll ist eine offene Haltung und ein „sich darauf einlassen können.“ Ebenso sollte das Coaching unter Hypnose freiwillig erfolgen, genauso wie ein klassisches Coaching.
  • NLP
    NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren und wurde von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Sie möchten damit zum Ausdruck bringen, das bestimmte Prozesse in unserem Gehirn durch unsere Sprache ausgedrückt und durch gezielte Handlungsanweisungen geändert werden können. Ein wichtiger Punkt hierbei ist, dass NLP nicht manipulativ eingesetzt werden soll, sondern sich immer an den Wünschen und Fähigkeiten des Klienten orientieren soll. Bei NLP handelt es sich nicht um eine eigenständige Methode sondern um eine Sammlung verschiedenster Methoden bzw. Techniken, die ihren Ursprung in der Familientherapie, Gestalttherapie und Hypnotherapie haben. Heute wird NLP eher als eine Möglichkeit des Kommunikations- und Verhaltenstrainings gesehen das sich ständig weiterentwickelt.

Methodenüberblick

  • Lösungsorientierte Beratung
  • Psychodrama
  • Provokativer Stil
  • Kognitive Beratung
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Hypnose
  • NLP